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Melissopalynologe findet nichts

Ich wurde gefragt, warum man gefälschten Honig nicht so leicht erkennen kann? Das Honiggemisch wird stark erhitzt (somit eigentlich kaputt) und dadurch sehr flüssig, dann wird es mit hohem Druck durch feine Filter gepresst. Diese Praxis wird leider auch von einigen Großbetrieben in den USA praktiziert um besonders hellen, flüssigen bzw. „reinen“ Honig zu erhalten (?). Bei der Ultrafiltration wird das Honiggemisch auch noch zusätzlich mit Wasser verflüssigt und über Aktivkohle- oder Kieselgurfilter gepresst. Es können sogar Farbstoffe, Makromoleküle und Reste von Tierarzneimitteln entfernt werden. Wenn es im Honiggemisch nun keine Restspuren von Pollen etc. gibt, dann kann der Melissopalynologe (Honigpollenanalytiker) den Honig aber leider nicht mehr bestimmen.
Conclusio: Kauft Honigprodukte beim Imker eures Vertrauens!

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Insel-Belegstelle

Der heurige Sommerurlaub brachte mich auf die deutsche Nordsee-Insel Amrum. Wunderschön ist es hier. Dünen und Sand weit und breit. Wie ich herausgefunden habe, ist auch Amrum (wie fast alle deutschen Inseln) eine Belegstelle. Das heißt, dass Züchter mit ihren Königinnen hier auf die Insel fahren um sie von ausgewählten Drohnen begatten zu lassen. In diesem Fall handelt es sich um die österreichische „Peschetz“-Zucht die hier weiter geführt wird. Der Urzüchter, Hans Peschetz (1901 – 1968), war ein österreichischer Eisenbahnbeamter. Die typischen Eigenschaften und Merkmale dieser Carnica-Bienen beschrieb er wie folgt: »Der Schwarm etablierte sich als starkes Volk, das ungemein sammeleifrig war. Es brachte bereits im Mai‑Juni sehr gute Trachtergebnisse und der Honig konnte im Juni dreimal geschleudert werden, nämlich 15,5 + 18 + 12 kg!“

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Hitzefrei? Nein!

Am 7. Juni hat es im Wr. Prater mehr als 30°C im Schatten. Zum Glück steht bei mir ein Pool im Garten und ich kann mich abkühlen … und gleichzeitig den Bienen beim Arbeiten zusehen. Die Bienen sind nämlich auch bei dieser Hitze fleissig. Wenn es ihnen im Stock zu heiß wird, stellen sie sich in einer Reihe vor dem Flugloch auf und fächeln Luft heraus. Andere Bienen benetzen die Waben mit Wassertropfen und kühlen somit durch Verdunstung. Manchmal sieht man auch eine „Bienentraube“ bzw. einen „Bienenbart“ vor dem Flugloch, somit ist in der Beute mehr Platz und die Luft kann besser zirkulieren …

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Bienenwesen – Zellen

Jedes Bienenwesen hat eine eigene Zellengröße. Die Größe der Zellen bestimmt mit darüber, welches Bienenwesen darin aufwächst. Arbeiterinnenzellen sind ca. 10 – 12 mm tief und 5,3 mm weit. Wenn die Larve alt genug ist, erhält die Zelle einen flachen Deckel aus Wachs. Drohnenzellen sind 14 mm tief und 6,9 mm weit. Der Deckel ist leicht hervorgewölbt. Weiselzellen (Königinnenzellen) sind die größten Zellen. Sie sind bis zu 25 mm lang und 9 mm weit. Eine Arbeiterinnenzelle hat übrigens ein Volumen von ca. 0,4g Honig. Auf 10 cm2 Wabe sind ca 420 Arbeiterinnenzellen. Für 1 kg Honig braucht man also ca. 30 cm2 mit Honig gefüllte Waben …

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More than Honey (Film)

More than Honey ist ein Dokumetarfilm (2012) über das Bienensterben – vorallem in Amerika durch industrielle Bienenhaltung. Furchtbar wie die dort mit den Bienen umgehen … In China sind in einigen Gebieten Bienen bereits ausgestorben und nun wird die Bestäubung per Hand (!) von Menschen durchgeführt! Der Film hat unzählige Preise gewonnen und ist wirklich sehenswert! Online ist der Film zB gratis zu sehen, wenn man amazon prime hat.